Wir arbeiten für eine umweltschonende Wiederverwertung von Kunststoffen. ![]()
Rezyklat vs. Neuware: Was steckt hinter Kunststoff-Sekundärrohstoffen?
Über 400 Millionen Tonnen Kunststoff werden weltweit jedes Jahr produziert – Tendenz steigend. Gleichzeitig entstehen enorme Mengen an Kunststoffabfällen, von denen bislang nur ein kleiner Teil tatsächlich recycelt wird.
Vor diesem Hintergrund rückt eine Frage immer stärker in den Fokus: Brauchen wir immer mehr Neuware – oder sollten wir vorhandene Kunststoffe konsequenter im Kreislauf halten?
Für Industrieunternehmen, Kunststoffverarbeiter, Einkäufer und Nachhaltigkeitsverantwortliche wird diese Frage längst nicht mehr nur aus ökologischer Sicht relevant. Auch steigende Rohstoffpreise, gesetzliche Anforderungen und Nachhaltigkeitsziele führen dazu, dass Rezyklate als Alternative zur Neuware an Relevanz gewinnen.
Doch was sind Rezyklate? Wie unterscheiden sie sich von Neuware? Und welche Chancen und Herausforderungen bringt der Einsatz von Kunststoff-Sekundärrohstoffen mit sich?
Was sind Rezyklate?
Rezyklate spielen eine zentrale Rolle in der modernen Kreislaufwirtschaft. Während Kunststoffe lange Zeit überwiegend nach einmaliger Nutzung entsorgt wurden, verfolgt die Kunststoffverwertung heute das Ziel, wertvolle Rohstoffe möglichst lange im Materialkreislauf zu halten.
Jeder wiederverwendete Kunststoff reduziert den Bedarf an neuen fossilen Ressourcen und trägt dazu bei, Abfallmengen zu verringern.
Unter einem Rezyklat versteht man also einen Kunststoffrohstoff, der durch die Aufbereitung bereits genutzter Kunststoffe entsteht. Statt neue fossile Rohstoffe einzusetzen, werden vorhandene Materialien gesammelt, sortiert, gereinigt und erneut verarbeitet.
Man spricht deshalb auch von Kunststoff-Sekundärrohstoffen.
Die Ausgangsmaterialien stammen beispielsweise aus
- Haushaltsabfällen (Post-Consumer)
- Produktionsresten (Post-Industrial)
- Verpackungsabfällen
- Industrieabfällen
- Gewerblichen Kunststoffströmen
Nach der Aufbereitung entstehen daraus erneut verwertbare Rohstoffe wie:
- Regranulate
- Mahlgüter
- Agglomerate
- Kunststoffflake
Diese Materialien können anschließend wieder in industriellen Produktionsprozessen eingesetzt werden – beispielsweise in der Verpackungsindustrie, im Bauwesen, in technischen Anwendungen oder im Automobilbereich.
Als Spezialist für Kunststoffverwertung und Kunststoffrecycling bereitet Hubert Eing Kunststoffverwertung am Standort Gescher hochwertige Kunststoffabfälle aus verschiedenen Wertstoffströmen auf und verarbeitet diese zu industriell nutzbaren Sekundärrohstoffen. Dadurch entstehen neue Einsatzmöglichkeiten für industrielle Anwendungen, bei denen nicht zwingend Neuware erforderlich ist
Was ist Neuware-Kunststoff?
Neuware – auch Primärrohstoff genannt, bezeichnet Kunststoff, der erstmals aus fossilen Rohstoffen wir Erdöl oder Erdgas hergestellt wird. Diese werden in aufwendigen petrochemischen Prozessen zu sogenannten Polymeren verarbeitet, aus denen später verschiedene Kunststoffarten entstehen. Zu den bekanntesten zählen PE, PP, PET und PVC.
Der Vorteil von Neuware liegt in ihrer hohen Materialkonstanz (Qualität, Reinheit). Hersteller erhalten exakt definierte Eigenschaften, die sich über lange Produktionszeiträume reproduzieren lassen.
Gleichzeitig steht die Kunststoffindustrie jedoch vor der Herausforderung, dass die Produktion von Neuware erhebliche Mengen Energie benötigt und mit entsprechenden CO₂-Emissionen verbunden ist. Vor diesem Hintergrund suchen viele Unternehmen heute nach Möglichkeiten, Neuware zumindest teilweise durch hochwertige Rezyklate zu ersetzen.
Deshalb wird Neuware häufig in sensiblen Bereichen eingesetzt:
- Lebensmittelverpackungen
- Medizinprodukte
- Hochbelastete technische Bauteile
- Sicherheitsrelevante Anwendungen
Rezyklat vs. Neuware – die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
Für viele industrielle Anwendungen stellt sich heute nicht mehr die Frage, ob Rezyklate eingesetzt werden können, sondern in welchem Umfang sie Neuware sinnvoll ersetzen können.
Faktor | Neuware | Rezyklat |
Rohstoffquelle | Erdöl und Erdgas | Bereits vorhandene Kunststoffe |
Ressourcenverbrauch | Hoch | Deutlich geringer |
CO₂-Fußabdruck | Hoch | Deutlich reduziert |
Reinheit | Sehr hoch | Qualitätsabhängig |
Preisentwicklung | Abhängig vom Ölmarkt | Abhängig von Energie-, Aufbereitungs- und Marktbedingungen |
Versorgung | Weltweit verfügbar | Abhängig von Materialströmen und Verfügbarkeit |
Kreislaufwirtschaft | Keine | Unterstützt geschlossene Stoffkreisläufe |
Eingeschränkt | Sehr hoch |
In der Praxis wird die Entscheidung zwischen Neuware und Rezyklat selten ausschließlich über Nachhaltigkeitsaspekte getroffen. Vielmehr müssen technische Anforderungen, Verfügbarkeit, Kostenstruktur und regulatorische Vorgaben berücksichtigt werden.
Unterschiede bei Kosten und Nachhaltigkeit
Während Neuware stark von globalen Rohstoffpreisen abhängig ist, bieten Rezyklate grundsätzlich wirtschaftliche Vorteile. Sie unterstützen die Kreislaufwirtschaft und reduzieren den Bedarf an neuen fossilen Ressourcen. Aktuell verhindern die Rahmenbedingungen in Deutschland jedoch häufig, dass sich diese Vorteile am Markt durchsetzen.
Die jetzige Marktsituation stellt Kunststoffrecycler in Deutschland vor große Herausforderungen. Aufgrund hoher Energiepreise sowie CO₂-Kosten ist die Herstellung hochwertiger Rezyklate häufig teurer als der Einsatz von Neuware. Gleichzeitig gelangen insbesondere Neuware-Importe aus Fernost zu sehr niedrigen Preisen auf den europäischen Markt, wodurch heimische Recyclingunternehmen wirtschaftlich unter Druck geraten.
Um die Kreislaufwirtschaft langfristig zu stärken, werden daher politische Rahmenbedingungen diskutiert, die das Kunststoffrecycling wettbewerbsfähiger machen. Dazu gehören unter anderem wettbewerbsfähige Industriestrompreise oder eine Entlastung bei CO₂-bedingten Kosten. Dadurch könnten hochwertige Rezyklate wirtschaftlich attraktiver werden und ihren Beitrag zur Ressourcenschonung noch stärker entfalten.
Der entscheidende Faktor: Qualität
Der größte Unterschied liegt meist nicht im Material selbst, sondern in dessen Aufbereitung.
Die Qualität eines Rezyklats hängt maßgeblich ab von:
- Sortierqualität
- Verunreinigungsgrad
- Aufbereitungstechnologie
- Qualitätskontrolle
Moderne Recyclinganlagen können heute Qualitäten erzeugen, die für zahlreiche industrielle Anwendungen geeignet sind.
Wie entsteht Rezyklat? Der Weg vom Kunststoffabfall zum neuen Rohstoff
Die Herstellung hochwertiger Rezyklate ein komplexer industrieller Prozess. Ziel ist es, aus gebrauchten Kunststoffen wieder einen möglichst hochwertigen Rohstoff zu erzeugen, der anschließend erneut verarbeitet werden kann.
Je höher die Qualität des Ausgangsmaterials und je präziser die einzelnen Prozessschritte ausgeführt werden, desto besser sind die Eigenschaften des späteren Rezyklats. Moderne Recyclinganlagen ähneln heute in vielen Bereichen hochautomatisierten Produktionsbetrieben und leisten einen wichtigen Beitrag zur Kunststoffverwertung.
Der Weg vom gebrauchten Plastik zum neuen Rohstoff umfasst mehrere Schritte.
Hochwertige Rezyklate durch moderne Kunststoffaufbereitung
Von der Sortierung bis zum Granulat: Qualität entsteht im Prozess. Mit modernen Sortier- und Aufbereitungstechnologien bereitet Hubert Eing Kunststoffverwertung Kunststoffe so auf, dass daraus industriell nutzbare Sekundärrohstoffe entstehen.
Kunststoffrecycling entscheidet sich vor der Recyclinganlage
Kunststoffrecycling ist kein linearer Prozess, sondern ein Zusammenspiel vieler Einflussfaktoren. Materialvielfalt, Verunreinigungen, Qualitätsverluste, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und nicht recyclinggerechtes Produktdesign zeigen, warum nicht jeder Kunststoff gleich gut recycelbar ist. Gleichzeitig wird deutlich: Die entscheidenden Weichen werden nicht erst in der Sortieranlage gestellt.
Sie beginnen bei der Materialauswahl, bei der Konstruktion von Produkten und bei der Art, wie Kunststoffe gesammelt und getrennt werden.
Für Unternehmen bedeutet das: Wer Kunststoffrecycling wirklich verbessern will, muss früher ansetzen – bei klaren Materialstrukturen, durchdachtem Design und sauberen Stoffströmen.
Und auch im Alltag zeigt sich: Selbst einfache Maßnahmen wie die richtige Trennung von Verpackungen tragen dazu bei, Recyclingprozesse effizienter zu machen. Kunststoffverwertung ist damit nicht nur eine technische Aufgabe, sondern eine gemeinsame Verantwortung – und genau darin liegt ihr größtes Potenzial.
Sortieranlage – der erste Schritt im Kunststoffrecycling
Am Anfang steht die Sortierung.
Hier werden unterschiedliche Kunststoffarten voneinander getrennt, beispielsweise PE (Polyethylen), PP (Polypropylen), PET (Polyethylenterephthalat) und PVC (Polyvinylchlorid).
Bei der Sortierung können unterschiedliche Verfahren zum Einsatz kommen:
- Nahinfrarot-Technologie
- optische Scanner
- Windsichter
- Magnetsysteme
- automatische Trennverfahren
Die Sortierung ist einer der wichtigsten Schritte im gesamten Kunststoffrecycling. Denn je sauberer die Sortierung erfolgt, desto hochwertiger kann das spätere Rezyklat werden.
Bei uns am Standort in Gescher kommen insbesondere moderne NIR-Sortiersysteme, sensorbasierte Erkennungstechnologien sowie automatisierte Steuerungssysteme zum Einsatz, die eine präzise Trennung auch komplexer Materialströme ermöglichen.
Schritt 2: Reinigung und Zerkleinerung der Kunststoffe
Nach der Sortierung werden die Kunststoffe gewaschen und von Fremdstoffen befreit.
Entfernt werden unter anderem Etiketten, Klebereste, Metalle, organische Verunreinigungen und Fremdkunststoffe.
Anschließend erfolgt die Zerkleinerung. Dabei entstehen sogenannte Kunststoffflakes oder Mahlgüter als Ausgangsbasis für die weitere Verarbeitung. Die Qualität der Reinigung entscheidet maßgeblich darüber, wie hochwertig das spätere Rezyklat ausfällt.
Schritt 3: Schmelz- und Extrusionsverfahren
Im nächsten Schritt werden die Kunststoffflakes aufgeschmolzen.
Durch Extrusion entsteht daraus neues Kunststoffgranulat, dass später wieder in Produktionsprozessen eingesetzt werden kann. Während der Extrusion wird das Material homogenisiert, gefiltert, entgast und erneut aufbereitet.
Am Ende entsteht ein neues Granulat, das wieder als Rohstoff eingesetzt werden kann. Je nach Anwendung entstehen daraus:
- Regranulate
- PP Granulat
- PE Granulat
- PET-Rezyklate
- PVC-Rezyklate
Schritt 4: Qualitätskontrolle
Gerade für Kunststoffverarbeiter ist die Qualität des Rezyklats entscheidend. Deshalb endet der Recyclingprozess nicht mit der Granulatherstellung.
Bevor das Material ausgeliefert wird, erfolgen umfangreiche Prüfungen.
Typische Eigenschaften werden geprüft:
- Schmelzindex
- Dichte
- Feuchtigkeitsgehalt
- Farbabweichungen
- Fremdstoffanteile
Auch bei Hubert Eing Kunststoffverwertung spielt die Qualitätssicherung eine zentrale Rolle. Ziel ist es, Sekundärrohstoffe bereitzustellen, die den Anforderungen industrieller Anwendungen zuverlässig entsprechen.
Welche Polymertypen eignen sich besonders für das Recycling?
Nicht jeder Kunststoff lässt sich gleich gut recyceln.
Besonders etabliert sind:
PE (Polyethylen)
PE gehört zu den am häufigsten recycelten Kunststoffen.
Wird häufig eingesetzt für:
- Kanister
- Rohre
- Folien
- Behälter
PP (Polypropylen)
PP Granulat findet Verwendung in:
- Verpackungen
- Automobilteilen
- technischen Bauteilen
- Haushaltsprodukten
PET (Polyethylenterephthalat)
Bekannt vor allem aus:
- Getränkeflaschen
- Lebensmittelverpackungen
PVC (Polyvinylchlorid)
PVC wird häufig verwendet für:
- Fensterprofile
- Rohre
- Bauprodukte
Warum Rezyklate für die Verpackungsindustrie immer wichtiger werden
Kaum eine Branche steht beim Thema Kunststoffrecycling so stark im Fokus wie die Verpackungsindustrie. Auch in unserer industriellen Aufbereitung in Gescher zeigt sich, wie groß der Bedarf an hochwertigen Rezyklaten aus Verpackungsströmen inzwischen ist.
Verpackungen machen einen erheblichen Anteil der weltweit eingesetzten Kunststoffe aus und geraten deshalb zunehmend in den Mittelpunkt politischer und gesellschaftlicher Diskussionen.
Gleichzeitig steigt der Druck auf Hersteller und Markenunternehmen, Verpackungen nachhaltiger zu gestalten. Verbraucher achten zunehmend auf Recyclingfähigkeit und Rezyklatanteile, während der Gesetzgeber höhere Recyclingquoten und den Einsatz von Sekundärrohstoffen fördert.
Für viele Unternehmen entwickelt sich der Einsatz von Rezyklaten daher von einer freiwilligen Nachhaltigkeitsmaßnahme zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor.
Sichere Qualität für stabile Produktionsprozesse
Eine der größten Herausforderungen im Einsatz von Rezyklaten ist die gleichbleibende Materialqualität. Wir liefern geprüfte Sekundärrohstoffe, die speziell für industrielle Anwendungen aufbereitet und kontrolliert werden.
Weniger Kunststoffabfälle
Jedes eingesetzte Rezyklat ersetzt einen Teil neuer Rohstoffe.
Dadurch werden:
- Kunststoffabfälle reduziert
- Wertstoffe länger genutzt
- Materialkreisläufe geschlossen
Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks
Im Vergleich zur Herstellung von Neuware benötigen Rezyklate deutlich weniger Energie.
Jeder eingesetzte Sekundärrohstoff ersetzt einen Teil neu produzierter Kunststoffe.
Dadurch werden:
- fossile Rohstoffe geschont
- Energie eingespart
- CO₂-Emissionen reduziert
- Abfallmengen verringert
Die Verwendung von Rezyklaten trägt somit aktiv dazu bei, Kunststoffabfälle wieder als Rohstoff nutzbar zu machen und Stoffkreisläufe zu schließen.
Unterstützung von Nachhaltigkeitszielen
Immer mehr Unternehmen verfolgen ESG-Strategien (Environmental, Social, Governance) und Nachhaltigkeitsziele. Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus.
Im Gegenteil: Für viele Unternehmen werden Rezyklate zunehmend zu einem strategischen Beschaffungsinstrument. Durch die Zusammenarbeit mit Recyclingunternehmen wie Hubert Eing Kunststoffverwertung in Gescher können Unternehmen ihre Recyclinganteile transparent nachweisen und ihre Nachhaltigkeitsberichte mit realen Materialströmen untermauern.
Vorteile können sein:
- geringere Materialkosten
- geringere Abhängigkeit von Ölpreisschwankungen
- bessere Nachhaltigkeitskennzahlen
- höhere Akzeptanz bei Kunden
- Vorbereitung auf zukünftige Regulierungen
Darüber hinaus stärken Rezyklate die Glaubwürdigkeit von Nachhaltigkeitsstrategien. Während viele Unternehmen in Nachhaltigkeitsberichten über Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft sprechen, ermöglichen Rezyklate konkrete und messbare Fortschritte.
Der Einsatz von Sekundärrohstoffen kann dokumentiert, ausgewiesen und gegenüber Kunden, Investoren sowie Geschäftspartnern transparent kommuniziert werden.
Insbesondere für Nachhaltigkeitsverantwortliche wird die Frage nach dem Rezyklat Anteil zunehmend relevant, da zahlreiche ESG-Kennzahlen und Berichtspflichten künftig stärker auf tatsächliche Materialkreisläufe abzielen.
Rezyklate gezielt einsetzen mit dem richtigen Partner
Sie möchten hochwertige Rezyklate in Ihre Produktion integrieren, sind aber unsicher bei Materialqualität, Verfügbarkeit oder Einsatzmöglichkeiten? Wir unterstützen Sie dabei, passende Lösungen für Ihre Anforderungen zu finden.
Wenn Rezyklate so viele Vorteile bieten – warum nutzt sie nicht jedes Unternehmen?
Trotz der vielen Vorteile verläuft die Umstellung auf Rezyklate in der Praxis häufig langsamer als erwartet. Der Grund liegt meist nicht in mangelnder Bereitschaft, sondern in den Anforderungen industrieller Produktionsprozesse.
Der wichtigste Grund dafür ist die Qualität des Ausgangsmaterials. Rezyklate entstehen aus bereits genutzten Kunststoffen, die zunächst gesammelt, sortiert und aufbereitet werden müssen. Dabei können Verunreinigungen wie Fremdstoffe, Etikettenreste oder verschiedene Kunststoffarten die Qualität beeinflussen.
Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Verfügbarkeit gleichbleibender Qualitäten, wie sie durch spezialisierte Aufbereiter wie Hubert Eing erst ermöglicht werden.
Produktionsanlagen sind oft auf bestimmte Kunststoffe und deren Eigenschaften abgestimmt. Schon kleine Unterschiede können dazu führen, dass Prozesse angepasst werden müssen oder Produkte nicht die gewünschte Qualität erreichen.
Deshalb kommt es beim Kunststoffrecycling auf eine sorgfältige Aufbereitung an. Moderne Recyclingunternehmen wie Hubert Eing in Gescher investieren viel Aufwand in Sortierung, Reinigung und Qualitätskontrollen, um möglichst hochwertige Rezyklate herzustellen. Je besser dieser Prozess funktioniert, desto mehr kommen Rezyklate in ihren Eigenschaften an Neuware heran.
Die größte Herausforderung im Kunststoffrecycling: Verunreinigungen
Die Qualität eines Rezyklats hängt unmittelbar von der Qualität des Ausgangsmaterials ab.
Die größten Herausforderungen im Kunststoffrecycling entstehen durch:
- Fremdkunststoffe
- Verschmutzungen
- Farbvermischungen
- Materialmischungen
- Additive unbekannter Herkunft
Diese Verunreinigungen stellen eine der größten Herausforderungen im Kunststoffrecycling dar. Viele Unternehmen sorgen sich deshalb um:
- Qualitätsschwankungen
- Produktionsprobleme
- Reklamationen
- technische Eigenschaften
Regulierungs- und Marktdruck: Warum Unternehmen handeln müssen
Noch vor wenigen Jahren wurde der Einsatz von Rezyklaten vor allem unter Umweltgesichtspunkten diskutiert. Heute entwickelt sich das Thema zunehmend zu einer wirtschaftlichen und regulatorischen Notwendigkeit.
Auf europäischer Ebene treiben verschiedene Gesetzesinitiativen die Kreislaufwirtschaft voran. Unternehmen müssen sich auf strengere Recyclingquoten, höhere Transparenzanforderungen und neue Berichtspflichten einstellen. Gleichzeitig verlangen viele Kunden bereits heute konkrete Nachweise über Nachhaltigkeitsmaßnahmen entlang der Lieferkette.
Für Einkaufsabteilungen bedeutet das: Die Auswahl von Lieferanten erfolgt nicht mehr ausschließlich nach Preis und Verfügbarkeit. Auch Faktoren wie Recyclinganteile, CO₂-Bilanz, Ressourcenschonung und Kreislauffähigkeit gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unternehmen, die frühzeitig belastbare Lieferketten für hochwertige Rezyklate aufbauen, können sich dadurch langfristige Wettbewerbsvorteile sichern.
Was ist besser – Neuware oder Recycling-Kunststoff?
Die Frage, ob Neuware oder Recycling-Kunststoff besser ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Rohstoffarten haben ihre Berechtigung und erfüllen unterschiedliche Anforderungen. Entscheidend ist immer der konkrete Anwendungsfall.
Neuware ist sinnvoll, wenn …
Höchste Anforderungen an Reinheit, Produktsicherheit oder technische Leistungsfähigkeit gestellt werden. Dies betrifft beispielsweise bestimmte medizinische Anwendungen, sensible Lebensmittelverpackungen oder sicherheitsrelevante Bauteile.
In diesen Bereichen bieten Primärrohstoffe derzeit oftmals die höchste Prozesssicherheit und die zuverlässigsten Materialeigenschaften.
Rezyklate sind sinnvoll, wenn …
hochwertige Rezyklate Neuware teilweise oder sogar vollständig ersetzen. Dies gilt insbesondere für technische Produkte, Transportverpackungen, Bauelemente oder zahlreiche industrielle Anwendungen.
Wenn Qualität, Anwendung und Aufbereitung zusammenpassen, ermöglichen Rezyklate erhebliche Vorteile hinsichtlich Ressourcenschonung, CO₂-Reduktion und Kreislaufwirtschaft.
Die eigentliche Zukunft liegt deshalb nicht in einem Entweder-oder, sondern in einem intelligenten Zusammenspiel beider Rohstoffarten. Ziel sollte es sein, Neuware dort einzusetzen, wo sie wirklich benötigt wird, und Rezyklate überall dort zu nutzen, wo sie technisch sinnvoll eingesetzt werden können.
Die Zukunft braucht nicht mehr Kunststoff – sondern bessere Nutzung vorhandener Ressourcen.
Kunststoffe werden auch künftig unverzichtbar bleiben. Standorte wie Gescher zeigen bereits heute, wie aus Abfall wieder wertvolle Rohstoffe entstehen können und wie Recyclingunternehmen aktiv zur Kreislaufwirtschaft beitragen.
Die Diskussion „Rezyklat vs. Neuware“ ist längst keine reine Nachhaltigkeitsdebatte mehr.
Für viele Unternehmen geht es heute um Versorgungssicherheit, Ressourceneffizienz, Wirtschaftlichkeit und die Erfüllung steigender Marktanforderungen.
Neuware wird auch künftig ihre Berechtigung haben. Gleichzeitig zeigen technologische Entwicklungen im Kunststoffrecycling, dass hochwertige Rezyklate in immer mehr Anwendungen erfolgreich eingesetzt werden können.
Unternehmen, die frühzeitig auf hochwertige Sekundärrohstoffe setzen, profitieren nicht nur ökologisch, sondern oft auch wirtschaftlich.
Hubert Eing Kunststoffverwertung leistet hierzu einen wichtigen Beitrag: Durch die Aufbereitung gebrauchter Kunststoffe entstehen hochwertige Rohstoffe für industrielle Anwendungen – und damit eine echte Alternative zur ausschließlichen Nutzung von Neuware.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr: Brauchen wir mehr Kunststoff?
Sondern: Wie schaffen wir es, den bereits vorhandenen Kunststoff konsequenter im Kreislauf zu halten?